Es ist offiziell – oder zumindest fühlt es sich seit gestern verdammt real an. Wir hatten unseren ersten großen Termin zur Unterzeichnung des Hausvertrags mit der Sanas GmbH und unserem Vertriebsmitarbeiter von Town & Country. Ein riesiger Schritt, auf den man lange hinarbeitet, der aber auch eine ordentliche Portion Nervenkitzel mit sich bringt.
Schon die Ankunft war ehrlich gesagt ein kleiner Dämpfer für die Vorfreude. Das Gebäude in Grünstadt war nicht unbedingt das, was man als repräsentativ bezeichnen würde. Entsprechend zog sich bei uns erst einmal ein leicht mulmiges Gefühl im Magen zusammen. Geht hier alles mit rechten Dingen zu? Vertraut man diesem Partner das größte Projekt seines Lebens an?
Der erste Dämpfer im Vorfeld: Die Sache mit den Mauern
Schon vor dem Termin gab es die erste handfeste Überraschung für uns, die uns im Vorfeld einiges an Kopfzerbrechen bereitet hatte. Standardmäßig werden die Außenwände hier in 24 cm Porenbeton ausgeführt. Wer sich ein bisschen mit Energieeffizienz und zukunftssicherem Bauen beschäftigt, zuckt da erst einmal zusammen. Unser Wunsch nach einer Erhöhung der Mauerstärke auf solidere 30 cm schlägt allerdings direkt mit satten 11.000 € zu Buche. Ein heftiger Aufpreis, der erst einmal verdaut werden musste und den wir gerne im Vorfeld mit eingeplant hätten…
Das Gespräch: Nett, aber mit vielen Fragezeichen
Der Termin selbst lief dann erfreulicherweise deutlich besser als befürchtet. Die Atmosphäre war gut, das Gespräch konstruktiv. Dennoch blieb am Ende ein leicht unbefriedigendes Gefühl zurück. Warum? Weil gefühlt mehr Fragen aufgeschrieben als direkt geklärt wurden. Wir hatten gehofft, mit einem glasklaren Fahrplan nach Hause zu gehen, doch die genaue Terminschiene bis zum eigentlichen Planungsgespräch und der nächsten offiziellen Rückmeldung blieb leider ziemlich schwammig.
Zu klären ist auch noch die baurechtliche Machbarkeit und Notwendigkeit der Anpassung unseres Hauses aufgrund der Kniestockhöhe. Auch das ist etwas ärgerlich, weil wir extra im Vorfeld gefragt hatten, um uns abzusichern.
Was uns außerdem ein wenig negativ aufgefallen ist: Die Bemusterung findet ausschließlich online statt. Gerade beim Hausbau möchte man Materialien doch eigentlich anfassen, Fliesen spüren und Farben im echten Licht sehen. Das Ganze nur über den Bildschirm abzuwickeln, nimmt dem Prozess leider etwas den Zauber.
Die große „Black Box“ der Sonderwünsche
Das größte Manko zum aktuellen Zeitpunkt ist und bleibt jedoch die Intransparenz bei den Kosten für diverse Sonderwünsche. Man unterschreibt hier momentan eine ziemliche „Black Box“. Welche Kosten für unsere individuellen Anpassungen im weiteren Verlauf der Planung tatsächlich auf uns zukommen, erfahren wir erst Schritt für Schritt. Das erfordert einiges an Urvertrauen – und finanziellem Puffer.
Ein Thema, das wir im Bereich Haustechnik direkt proaktiv angesprochen haben, ist die Smart-Home-Steuerung. Hier haben wir ganz klar Loxone ins Spiel gebracht, um das Haus von Anfang an intelligent aufzustellen. Wie hier die Umsetzung und die Kostenstruktur aussehen werden? Auch das steht noch in den Sternen der Planungsphase.
Fazit: wer Sonderwünsche hat, sollte sich über die recht intransparenten Prozesse und Informationen bewusst sein.
Ein Blick hinter die Kulissen: Wir werden gefilmt!
Zum Schluss gibt es aber noch ein spannendes Detail zu unserem Abenteuer: Wir machen das Ganze nicht ganz allein. Ein externes Medienteam begleitet uns im Hintergrund und dokumentiert all unsere Höhen, Tiefen und Erkenntnisse für eine spätere Dokumentation rund um das Thema Hausbau. Nähere Details dazu und auf welchem TV-Sender man das Spektakel verfolgen kann, folgen natürlich noch – aber es ist jetzt schon aufregend zu wissen, dass jeder Meilenstein (und jeder Moment des Wartens) festgehalten wird.
Fazit des Tages: Der Vertrag ist auf dem Weg, aber die Euphorie wird aktuell noch von der Ungewissheit ausgebremst. Im Moment bleibt uns nach diesem ersten Aufschlag leider nicht viel mehr übrig als abzuwarten. Das fühlt sich ein bisschen unbefriedigend an, gehört beim Abenteuer Hausbau aber wohl einfach dazu.
Wir halten euch auf dem Laufenden, sobald die Black Box geöffnet wird!